Die Preisentwicklung für Immobilien

von | 04.11.2022 | 0 Kommentare

Die Preisentwicklung für Immobilien hängt von unterschiedlichen Faktoren ab und aktuell im Jahr 2022 sehen wir uns in einer Phase, in welcher sich die Bauzinsen und die Inflation sowohl Käufer als auch Verkäufer erheblich verunsichern.

Die gute Nachricht ist: Trotz gestiegener Zinsen ist der Immobilienmarkt nach wie vor in Bewegung und 2022 haben sich die Immobilienpreise weiter kontinuierlich nach oben bewegt. Auch wenn der Preisanstieg etwas verlangsamt wurde, ist in den Ballungsorten nach wie von ein Anstieg zu verzeichnen.

Die Dynamik der Immobilienpreise hat etwas abgenommen

In den letzten Jahren sind die Immobilienpreise rasant nach oben gesteigen. Dieser Anstieg wurde durch die Zinserhöhung etwas gebremst, jedoch nicht zum Stillstand gebracht. Die Experten erwarten in der kommenden Zeit auch weiterhin einen Preisanstieg, da vor allem in den Ballungsregionen die Nachfrage auf Immobilien nach wie vor höher ist als das Angebot. Allem Anschein nach scheint die Spitze des Preisanstiegs daher noch immer nicht erreicht zu sein, was vor allem für Verkäufer beruhigend ist. Hierzu einige Zahlen: Im dritten Quartal 2021 sind die Immobilienpreise im Vergleich zum Vorquartal um 4,1 Prozent gestiegen, im vierten Quartal um 3,1 Prozent.

Die steigenden Zinsen können den Immobilienboom leicht abschwächen

Immobilie mit Pfeildiagramm und Prozentzeichen

Einige Experten sehen langfristig eine leichte Abschwächung des Immobilienbooms, der aus den steigenden Zinsen und der Inflation resultiert. Laut dieser Experten können sich in den kommenden 10 Jahren immer weniger Menschen einen Immobilienkauf leisten, wodurch die Nachfrage auf Immobilien natürlich sinken würde. Hierdurch würde sich die Preiskurve für Immobilien dementsprechend auch wieder nach unten bewegen. Ob diese Experten recht behalten, wird jedoch die Zeit zeigen.

Im ersten Quartal 2022 ist die Nachfrage auf Kaufimmobilien um 17 Prozent eingebrochen. Sollte diese Entwicklung fortschreiten und daher mehr Menschen nach Mietobjekten statt nach Kaufobjekten suchen, könnten laut der Experten Preisrückgänge von 20 bis 25 Prozent möglich sein. Die Analysten vom Deutsche Bank Research sehen übrigens ein mögliches Zyklusende bis 2024, wodurch die Preise nicht mehr so sehr steigen würden, wie die letzten Jahre. Allerdings erwarten diese Experten auch keinen Einbruch der Preise.

Wo sind Immobilien in Deutschland besonders teuer?

Vor allem in den wirtschaftlichen Ballungsorten sind die Immobilienpreise nach wie vor sehr hoch. Hierzu zählen Städte wie München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Stuttgart, Berlin und Leipzig. Im Umland dieser Städte verzeichnet sich sogar ein strenger Anstieg der Preise, als in den Metropolen selbst. Dies führen Fachleute mitunter auf die Home-Office-Möglichkeit zurück, welche nach wie vor viele Angestellte nutzen. Es ist somit nicht mehr zwingend nötig, auf einen kurzen Anfahrtsweg zur Arbeit zu achten. Allerdings ist zeitgleich auch ein Preisrückgang in sehr abgelegenen und strukturschwachen Regionen zu verzeichnen.

Die Pandemie und deren Auswirkungen auf die Immobilienpreise

Die vergangenen zwei Jahre mit der Pandemie verstärkte sich bei vielen Menschen das Bedürfnis auf eine sichere Geldanlage. Es gibt nach wie vor viele finanzstarke Haushalte in Deutschland, die daher mit dem Gedanken spielen, eine Immobilie zu kaufen, um diese zu vermieten. Aus diesem Grund ist die Nachfrage auf Kaufimmobilien immer noch hoch genug, um durch den bestehenden Angebotsmangel einen Preisanstieg zu erzielen.

Es bleibt bezüglich der Immobilienpreise also auch weiterhin spannend!

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