Fünf wichtige Punkte zum Energieausweis für Immobilien

von | 02.12.2022 | 0 Kommentare

Der Energieausweis ist seit dem Jahr 2008 Pflicht bei jedem Verkauf und jeder Vermietung einer Immobilie und gibt Auskunft über den energetischen Zustand und die Energieeffizienz eines Objekts. Hierbei gilt es zwischen dem Verbrauchsausweis und dem Bedarfsausweis zu unterscheiden.

In diesem Artikel möchte ich Ihnen fünf wichtige Punkte zum Energieausweis für Immobilien verdeutlichen und Ihnen grundlegende Informationen zum Thema Energieausweis mitgeben.

Bunte Modellhäuser symbolisieren Energieeffizienz.

Punkt 1 – Unterschiede von Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis

Bedarfsausweis und Verbrauchsausweis sind zwei unterschiedliche Energieausweise, die sich grundlegend in der Machart unterscheiden. Der Verbrauchsausweis zeigt den tatsächlichen Energieverbrauch in einem Gebäude durch dessen Bewohnen auf. Der Bedarfsausweis hingegen zeigt einen theoretischen und nutzerunabhängigen Energieverbrauch aufgrund des Zustands eines Objekts an. Somit wird der Verbrauchsausweis mithilfe des tatsächlichen Energieverbrauchs der letzten drei Jahre am Ende einer Abrechnungsperiode errechnet.

Da das individuelle Nutzerverhalten der Bewohner das Ergebnis dieser Berechnung stark beeinflusst, ist der Verbrauchsausweis weniger aussagekräftig als der Bedarfsausweis. Der Bedarfsausweis wird hingegen mithilfe von Gutachten bezüglich der energetischen Beschaffenheit eines Objekts und der technischen Infrastruktur erstellt. Daher ist dieser Energieausweis teurer. Zumeist kann der Eigentümer frei wählen, welche Art Energieausweis er erstellen lässt. Dies gilt jedoch nicht bei Neubauten.

Punkt 2 – Der Energieausweis ist nicht unbegrenzt gültig

Ein Energieausweis hat eine begrenzte Gültigkeit, die bei maximal 10 Jahren nach der Ausstellung liegt. Der Ausweis verliert in dieser Zeit auch dann nicht seine Gültigkeit, wenn Änderungen an den rechtlichen Anforderungen an Energieausweise vorgenommen werden. Nach Sanierungsarbeiten muss der Energieausweis jedoch neu erstellt werden, da sich hierdurch natürlich die Energieeffizienz eines Objekts positiv verändert.

Punkt 3 – Wer erstellt einen Energieausweis?

Zur Erstellung von einem Energieausweis sind verschiedene Personen berechtigt, wie beispielsweise staatl. anerkannte Gebäudetechniker sowie Personen mit einem bauspezifischen Hochschulabschluss, wie Bauingenieure, Architekten, Maschinen- und Elektrotechniker. Auch Personen mit einer abgeschlossenen Fortbildung im Bereich energiesparendes Bauen nach EnEV 2014 Anlage 11, Handwerksmeister im Baubereich, Schornsteinfegermeister, Makler uvm. können den Ausweis ausstellen. Nicht selten wird für die Erstellung von einem Energieausweis auch ein Energieberater beauftragt, der über die hierfür erforderlichen Qualifikationen verfügt.

Punkt 4 – Die Kosten für einen Energieausweis

Wie bereits unter Punkt 1 erwähnt, ist die Erstellung von einem Bedarfsausweis weitaus aufwendiger, da hierfür verschiedene Gutachten über das Gebäude und die technischen Systeme benötigt werden. Aus diesem Grund ist der Bedarfsausweis auch weitaus teurer als der Verbrauchsausweis. Für den Bedarfsausweis fallen in der Regel Kosten zwischen 300 und 500€ an. Der Verbrauchsausweis, der aus dem tatsächlichen Energieverbrauch der Bewohner errechnet wird, kostet 25 bis 100 €, für ein Mehrfamilienhaus mit sechs Partien um die 250,00€.

Punkt 5 – Wie können die Werte im Energieausweis verbessert werden?

Wichtige Frage, kurze Antwort: Mithilfe von Sanierungsarbeiten! Eigentümer können beispielsweise eine hochwirksame Wärmedämmung des Objekts veranlassen, die Heizanlage erneuern, Fenster und Türen abdichten oder austauschen sowie Wärmebrücken beseitigen. Selbst die richtige Wahl des Dämmmaterials kann die Energiebilanz eines Gebäudes erheblich verbessern. Derartige Maßnahmen sind immer dann in Erwägung zu ziehen, wenn eine Immobilie verkauft werden soll. Denn eine gute Energiebilanz wirkt sich ungemein positiv auf den Verkaufspreis eines Objekts aus.

Renovierungsbedürftiges Haus kaufen – worauf achten?

Altbauten weißen in vielen Fällen einen ganz besonderen Charm auf. Allerdings sollten Sie einige wichtige Punkte beachten, sofern Sie mit dem Gedanken spielen, ein renovierungsbedürftiges Haus zu kaufen. Recht schnell kann der Renovierungs- und Sanierungsaufwand...

Immobiliengutachter – was tun sie?

Ein Immobiliengutachter und ein von ihm fachgerecht erstelltes Gutachten wird heute in vielen Fällen benötigt, wie beispielsweise wenn Sie für Ihre Immobilie den Verkaufswert oder Bauschäden an Ihrem Objekt ermitteln müssen sowie wenn es darum geht, einen Neubau...

Was gehört alles in ein Übergabeprotokoll?

Das Übergabeprotokoll bei einem Ein- und Auszug in eine Wohnung stellt sowohl für den Vermieter als auch für den Mieter eine Absicherung dar. Denn im Übergabeprotokoll werden wichtige Aspekte bezüglich der Wohnung und des Hauses, wie Schäden, Anzahl der Schlüssel und...

Immobilie vermieten – wie gehe ich vor?

Um Ihre Immobilie zu vermieten, sind zahlreiche verschiedene Schritte nötig und recht schnell wird hierbei ein wichtiger Punkt übersehen. Aus diesem Grund ist es für Sie als zukünftiger Vermieter wichtig, sich bereits über die Vorarbeiten eines Vermietungsprozesses zu...

Was ist der Bodenrichtwert?

Als Grundstückseigentümer oder als potenzieller Käufer werden Sie früher oder später unweigerlich mit dem Fachbegriff „Bodenrichtwert“ konfrontiert. Ist dies der Fall, können bei Ihnen eventuell zahlreiche Fragen aufkommen. Was sagt der Bodenrichtwert eigentlich aus?...

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Immobilienberater Thomas Weiland

Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema?

Hoffentlich konnte ich Ihnen zu oben genanntem Thema weiterhelfen. Sollten Sie darüber hinaus noch weitere Fragen oder Anregungen haben, nutzen Sie bitte die nachstehende Kommentarfunktion.

Alternativ können Sie mich gerne kontaktieren und mit mir ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch vereinbaren.

Wenn Ihnen dieser Post gefallen hat, freue ich mich, wenn Sie mir auf den Sozialen Medien folgen würden. Somit werden Sie immer auf neue Posts von mir hingewiesen.

>> Facebook
>> Instagram
>> Twitter

Bis bald, Ihr Thomas Weiland